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Restauration eines WANDERER-Pkw W10 / IV

Am 5.1.1981 erwarb ich den stillgelegten WANDERER. Mein Bestreben war dieses Fahrzeug wieder in den Originalzustand zu versetzen. Erfahrung hatte ich bislang nur in der Restauration eines Motorrades mit Beiwagen, einer NSU 501 T Baujahr 1928.

Der WANDERER stand schon viele Jahre in einem zugigen Holzschuppen. Zum Glück – denn sonst wäre er bestimmt nur noch ein Häufchen Rost! Die Räder waren damals auf 16“ Felgen umgerüstet worden. Sonst war er weitestgehend Original, jedoch viele bewegliche Teile verschlissen und Karosserieteile durchgerostet. Dazu gab es sogar 4 Ersatztüren, die der Besitzer einfach an die Schuppenwände nagelte um ihn etwas abzudichten.

Die Instandsetzung des Motors:

Der Motor hatte schweres durchmachen müssen: ihm wurden zwei Kolben entfernt, die Pleuel jedoch belassen. Die hatten sich ordentlich in die Zylinderwandung eingearbeitet, so dass der Block nicht mehr verwendbar war. Ersatz konnte ich beschaffen, allerdings nur mit Rissen durch Frosteinwirkung. Das wurde fachmännisch geschweißt. Im Brandenburger Motorenwerk hat man mir die Zylinder geschliffen, neue Kolben eingepasst, die Kurbelwelle geschliffen und neue Lagerschalen für Pleuel und Welle gegossen. In das alte Ölfiltergehäuse habe ich eine moderne Ölfilterpatrone unsichtbar und austauschbar eingebaut. Einen Anlasser bekam ich nur mit falscher Drehrichtung, konnte den aber so umpolen und umbauen, dass er brauchbar wurde. Die Montage des Motors erfolgte in Eigenregie. Dazu baute ich mir eigens ein schwenkbares Gestell für den Motor, was mir die Arbeit beim Schrauben sehr erleichterte.

Der Aufbau des Fahrgestells: 

Das Fahrgestell hatte ich völlig demontiert, gesandstrahlt und mit Farbe versehen. Die Blattfedern wurden Teilerneuert und in Velten beim Schmiedemeister aufgerichtet. Alle Federbolzen wurden mit Aufmaß erneuert und die Lagerstellen passend aufgerieben. Ursache für den hohen Verschleiß war sicher die defekte Zentralschmierung, die per Fußdruck alle Schmierstellen mit Öl versorgen sollte. Diese Zinkdruckgußteile der Schmierung waren spröde, rissig und zerbröselten beim Richten. Die Verteiler mit den Dosiereinrichtungen habe ich aus einem Alublock gefräst und gebohrt. Weitere Arbeiten waren die Bremstrommeln ausdrehen, Bremsbeläge aufnieten und das gesamte Bremsgestänge überarbeiten.

Inzwischen hatte ich auch schon die meisten Chromteile für Außen und die Nickelteile für Innen vorbereitet und einer Chromerei übergeben. Zum Glück geschah das alles schon vor 1990 im Ostteil Deutschlands. Somit waren die bisherigen Aktivitäten preiswert über die Bühne gegangen. Nach Erhalt der 18“ Felgen hatte ich dann 1997 die Bereifung von der Münchener Oldtimer Bereifung GmbH für stolze 1300 DM gekauft.

Der Motor war in das Fahrgestell eingebaut, die Räder montiert und so ging es ohne Karosserie zu den ersten Probefahrten nur mit einem Sitz auf dem Rahmen. Die ersten 14 km waren damit mängelfrei überwunden.

Es folgt die Fotoserie vom alten Zustand des WANDERER:

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Eine weitere Bilderserie in Dokumente zeigen die Beschreibung und Fotos vom WANDERER aus alten Zeitschriften sowie den Schaltplan

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