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Umgetaufter Horch:

Audi 920 (1938-1940)

-Nachdem es den Audi Front nicht mehr gab, sorgte die Auto Union AG wiederum mit einem neuen Typ für den Fortbestand der Marke Audi. Die Horch-Werke hatten schon seit 1934 die Entwicklung eines 3,75 Liter Sechszylinder Reihenmotors geplant, der konstruktiv mit dem 5 Liter-Reihen-Achtzylinder weitgehend baugleich sein und kostengünstig auf dessen Fertigungsanlagen hergestellt werden sollte. Ursprünglich hatte man damit eine Verbilligung des „kleinen“ Horch im Auge, wobei es freilich hätte passieren können, daß der Verzicht auf den V8-Motor den Markenruf beeinträchtigen würde. Vorsorglich entwickelte man deshalb sowohl den Horch 920 mit Sechszylinder- als auch den Horch 930 mit V8-Motor zur Serienreife. Einerseits wegen der genannten Bedenken, andererseits auch im Hinblick auf den Wunsch, die Marke Audi weiterzuführen, gelangte man zu dem geradezu salomonischen Entschluss, den Sechszylinder Horch 920 als Audi 920 auf den Markt zu bringen.

Um aber den preis- und größenmäßig notwendigen Unterschied herzustellen sowie die ziemlich weite Lücke zum Wanderer wirksam zu schließen, setzte man mittels eines kürzeren Kolbenwegs den Hubraum des Audi auf 3,2 Liter herab und hob bereits vorher den Hubraum des Horch 930V von 3,5 auf 3,8 Liter an.

Die Produktion des Audi 920 begann bei Horch im November 1938 und endete vorzeitig wegen des Krieges im Jahr 1940. Es war ein in der Form und in der Technik hervorragend geglückter Wagen, für dessen Konstruktion Direktor Oskar Siebler gesorgt hatte. Man konnte hier aber auch sehen, wie weit inzwischen die konstruktions- und produktionstechnische Verflechtung der Konzernmarken fortgeschritten war. Dieser bei Horch konstruierte  und montierte Audi besaß ein Fahrgestell von Wanderer, das seinerseits die einst bei DKW entwickelte Schwebeachse verwendete. Serienmäßig gab es für den Audi 920 nur zwei Karosserieausführungen, nämlich die von den Horchwerken selbst hergestellte Limousine und das von der Firma Gläser angelieferte Cabriolet. Als Einzelexemplar ließ sich ein Privatkunde bei Erdmann&Rossi ein Sport-Cabriolet  anfertigen. Ohne den Krieg wären sicherlich ab 1940 weitere Sonderkarossen entstanden.

Die früheren Audiwerke in Zwickau sind heute ein Teil der Sachsenring Automobilwerke, die den Zweitakt-Kleinwagen Trabant herstellen. Anders als beispielsweise mit Horch hatten die Automobilbauer der DDR nie versucht, die Marke Audi wiederaufleben zu lassen.

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